Archive Januar 2022

KSV Aktuell

22 Januar, 20:20, by Bernd


„Regional, subjektiv, saisonal”,  best soccer entertainment in town


22.01.2022 Keine Revanche bei ABC

Das letzte Mal, dass die 40er des KSV bei ABC am Lohnauer Steig hatte auflaufen dürfen,  datierte auf den achten April 2011. Damals kamen  Pit und Bernd quasi erst zum Anpfiff angereist und wurden von Trainerlegende Lothar erbost auf der Ersatzbank geparkt. Von dort konnten sie zusehen, wie sich ihre Kumpels in den ersten zehen Minuten drei Dinger von ABC einschenken ließen.

Angesichts des drohenden Debakels durften Pit und Bernte denn doch ran und legten sich zusammen mit Maiwalds Stefan gegenseitig drei Dinger auf. In der zweiten Hälfte musste dann Stefan nach rüdem Foul mit Rippenbruch runter und das Spiel ging bei heftigen Frühjahrswinden doch noch mit 5:3 für ABC zuende. Dabei hätten wir uns so gerne für die knappe 2:3 Hinspielniederlage revanchiert, vor allem aber dafür, dass uns ABC bei der Gelegenheit den Haustechniker-Tino zusammentrat und mit kaputtem Knie in die Sportinvalidität schickte.

Gestern bei Flutlicht auf dem knochenhartem und halb mit Schnee bedeckten Rasen in Adlershof gab es leider einige Parallelen zu den damaligen Ereignissen. Immerhin blieben aber alle unverletzt, auch wenn es hüben wie drüben ein paar mal ordentlich schepperte. Auch gestern kam Bernd erst nach 15 Minuten zum Zuge, als sein KSV schon 0:2 hintenlag. Leider gab es diesmal kein Aufholjagd zu bestaunen, eher ein Hinterherrennen  gegen eine vergleichsweise junge und spielstarke ABC Combo. Wieder kassierten wir fünf Dinger, leider nur durch ein einziges Freistosstor von Willy gekontert.

Bleibt positiv zu erwähnen, dass Moral und Kameradschaft intakt sind. Danke wieder einmal an Chicago, der sich in die kalte Winternacht stellte und auch an Tino, der sich 60 Minuten am Spielfeldrand warm hielt, so allerdings auch nicht Gefahr lief, wie sein damaliger Namensvetter  die Notfallambulanz von innen zu sehen. Danke auch an Marco, der seine Knochen mal wieder nicht schonte, obwohl er nichts so sehr hasst, wie das Hintersichgreifen. Danke auch an Justus, der das Pfeifen übernahm, was ihm aber bei einigen Anwesenden den Ruf einbrachte k/ein Heimschiri zu sein. Ein Vorwurf, den er sich zu seinem Leidwesen von beiden Seiten anhören durfte. Tja, Schiri zu sein, ist eben nicht vergnügungssteuerpflichtig und wie man’s macht, man macht’s verkehrt.

Dennoch. Weeeiter gehts

Bernd

P.S.

Spielerisch muss die 40er dringend zulegen. Wir können mehr und besser den Ball laufen lassen, damit uns nicht immer nur der Gegner laufen lässt! „Männer, da muss mehr kommen“ hätte Lothar gesagt.

…………………………………………………………………………………………………….

18.01.2022 Knappe Niederlage gegen effizientes SW

Endlich mal wieder mit ordentlicher Kapelle augelaufen haben sich die KSV50er mit dem Tabellenzweiten aus Neukölln ein Duell durchaus auf Augenhöhe geliefert. Den Unterschied macht, dass der DJK Schwarz Weiß seine wenigen Chancen höchst effizient ausnutzt, während Micha, Willy, Bernd und Laszlo gleich in den ersten Minuten einige muntere Chancen nicht gefährlich aufs Tor bringen.  Willys Tore zum 1:3 und 2:3 in Halbzeit zwei, je nach schönem Solo, können die Waage leider nicht zu Gunsten des KSV neigen. Die sicherlich umstrittene Rote Karte gegen SW kurz vor Abpfiff kommt leider zu spät, um daraus noch Profit zu schlagen.

Szene des Spiels ist Marios perfekte Abwehrleistung liegend, ohne Ball und Gegnerkontakt: Mitte der zweiten Hälfte will er ein Zuspiel auf der linken Verteidigerposition verarbeiten und rutscht dabei mit Schwanengesang aus. Dem Klagelaut folgend, pfeift der Schiri ohne zu zögern, obwohl als Gegnereinwirkung bestenfalls der Luftzug des heraneilenden Stürmers gelten kann. Bitter für SW, weil das nach dem Pfiff erzielte Tor die Gültigkeit genommen wird und die folgenden  Schimpftiraden ihnen einige Minuten später die Rote Karte einbringt.

Vorteil können wir leider nicht mehr daraus ziehen, das Spiel endet mit 2:3.

Bernd

………………………………………………………………………………………………………….

14.01.2022

GourmetUnser nächster Termin ist am 12.2.2022 im Casino. Treffpunkt 15.00 Uhr für alle die mitkochen und etwas lernen möchten. 18.00 Uhr für diejenigen, denen Essen und Trinken im Vordergrund steht.

Menükosten 35,00€. (alles was übrigbleibt, geht in den Frosch, die Gourmetkasse für nächste Veranstaltumgen)

Getränke, die über die Verkostung hinaus getrunken werden, zahlt jeder selbst.

Thema: Bierverkostung aller „Q-Biere“ und „Q-Schnäpse“ mit Fachvortrag vom Besitzer und Braumeister der „Q Brauerei“ Jörg Adler.

Wir verkosten: Pilsener, Sommerbier, Pale Ale, Red Lager und 2 Schnäpse.

Das Menü:

  • Als Küchengruß Ralfs Kaviar/Sardellen Ei
  • Eine Kombination von geschwenkten Steinpilzen in Panaschee und gereiften Auberginen auf Pastinakenpüree
  • Dreierlei Bierfleisch: Schweinefilet in der Kräuterkruste, in Q Bier eingelegtes „Rostbrätel“ nach Elmars Rezept, gebraten in Red Lager Zwiebeln und sautiert nach Sabines Rezept in Pale Ale Zwiebelpiepen
  • Mandelkroketten, gedämpfte Möhrchen in Coniac Demi Glace
  • Wiener Kaiserschmarren mit warmen Pflaumen Haselnuss Muse
  • Zweierlei Q Bier-Schnäpse, Kaffee

Wir hoffen, daß Du es einrichten kannst, zu unserem Gourmet Fest zu kommen und bitten um die Rücksendung des beiliegenden Anmeldeformulars bis zum 25.1.2022 oder telefonischer Anmeldung

In der Hoffnung Dich am 12.2.2022 begrüßen zu können, verbleibe ich im Namen des Vorstands der Sektion Gourmet mit schönen und kulinarischen Grüßen.

Elmar Werner, Präsident

Berlin, den 14.1.2022

P.S. Wer es formvollendet mag, vielleicht sogar als Brief, kann anhängendes Formular benutzen

Anmeldung

……………………………………………………………………

05.01.2022   Alles alt!

KSV Winter mit Capri:

Wieder sechse gewesen, hat diesmal ’nur‘ sechse gegeben….

————————————————————–

01.01.2022  Alles neu!?

Was ist das? Stuttgart Vaihingen, Straßenperspektive der Sylvesternacht. Auf der Ladefläche eines LastenEbike im flotten Fahrtwind euer Bernd, am Steuer der örtliche Pfaff!

Ein Bild hoffentlich mit Symbolcharackter. Auf Besuch bei Freunden in Stuttgarts Vororten, darf ich Sylvesterabend den frommen aber absolut prägnanten Worten des örtlichen Pfarrers lauschen, den ich seit vielen Jahren als meinen Freund schätzen darf. Nach dem Gottesdienst geht es per Pedales Apostolorum ins Pfarrheim, da ein coronakonform abgezählter Familien- und Freundeskreis schon feiert. Musisch, kulinarisch, Kinderlachen, Lagerfeuer, wenig Feuerwerk, dafür viel Gespräch und Verbindendes….

Freundlich, optimistisch, aus Nöten Tugenden gemacht und vom Weniger mehr, so darf 2022 gerne werden! Es grüßt euer Bernd die KSV Familie.

………………………………………………………………………………….

27.12.2021  Quiz für Zwischendurch

Mit Verweis auf den hier angehängten Artikel über Maria Simon bittet Ihro Umtriebigkeit unser Präsident zum Quiz. Wer zuerst sagen kann, wo Bild 1 und Bild 3 des Artikels entstanden sind, hat ein Bier und einen Schnaps frei, einzulösen bis Mitte Januar im Casino unter den gegebenen Hygieneanforderungen. Im Übrigen ist Elmar weit fortgeschritten in der Planung über ein Musikprojekt mit der Ex-Tatortkommissarin als Frontfrau.

Einsendung der Quizlösungen bitte per SMS an Bernte. Nummer ist bekannt.

Bernte himself

………………………………………………………………………………………….

24.12.2021 Heiligabend

Ein Grußwort ohne Nennung der Krankheit, deren Namen uns allmählich die Ohren verstopft.

Mit dem Heiligenabend geht das Jahr 2021 in seine letzte feierliche Kurve auf der aber allerhand Glatteis liegt, denn unsere Welt ist zwar zum Dorf geworden, heimelig und sicher ist es darin jedoch viel zu selten.

So wünsche ich allen von Herzen, dass uns Geduld, Humor, Mitgefühl und Solidarität nicht abhanden kommen, denn wie wollen wir sonst von Herzen fröhlich feiern, wenn das Elend doch so greifbar ist.

Ausnahmsweise erlaube ich mir hier ein paar ausgewählte Spendenaktionen zu benennen, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind. Ich weiß, ich trage Eulen nach Athen, denn ihr werdet eure eigenen Adressen haben. Aber vielleicht findet jemand doch noch eine willkommene Anregung:

DJs Knicki und Kröte für Odachlose

UNICEF für Millionen Hungernde in Afghanistan

Seenotrettung für täglich nach wir vor Ertrinkende

 

Ah! So feiert also der Prenzlberger in seinem Arbeitschließfach. Bäumchen zur Wiederverwertung und als Geschenke selbstgewerkelte Plätzchen, Rot- und Grünkohl im Glas...

Ah! So feiert also der Prenzlberger in seinem Arbeiterschließfach. Bäumchen zur Wiederverwertung und als Geschenke selbstgewerkelte Plätzchen, selbstgesammelte Nüsse und heimgeköcheltes Rotkohl im Glas…

Hoffentlich im Namen aller wünscht Bernd der KSV Familie ein frohes Fest!

………………………………………………………………………………..

18.12.2021  12 gegen 6 macht 11

Die Kleine SchicksalsVereinigung Johannisthal 1980 e.V. hat sich für diese Saison vorgenommen, die tiefsten Senken des Berliner Altherrenfußballs mit eigenen Augen zu besichtigen, um zu schauen, was es dort zu entdecken gibt. Und jüngst bei der Ü50 Blamage gegen die Berliner Amateure hat niemand gemurrt, als auch noch die Brunnenschächte geöffnet wurden, um dort hinabsteigend absolute Tiefstpunkte auszuloten.

In diesem Sinne machten sich auch gestern Marco, Willy, Mike, Bernd, Andy, Chicago und Mario mit Grubenlampen ausgestattet auf den Weg, um im Niemandsland zwischen Wedding und Pankow nachzuschauen welcherlei Abgründigkeiten Borussia Pankow bereithält. Auf dem Feld der Wahrheit begegneten sich dann sechs Mann KSV ohne Wechseloption im gepflegten Altherrenschnitt von 55,5 Jahren sieben Mann von Borussia, mit einer munter rotierende Bank von fünf Leuten, im Gesamtschnitt 47 Lenze jung.

Und so wurden die Schicksalsverbundenen des KSV in aller Gemütlichkeit in die finstersten Senken des Panketals geführt, um gezeigt zu bekommen, was „hoffnungslos unterlegen“ eigentlich heißt.  Um der Sache noch etwas Salz für die Wunden zu geben, entpuppte sich der ziemlich humorbefreite Schiri wahrhaftig nichts als Gästefreund. Den einen fälligen 9erpfiff unterließ er und beim dann wirklich gegebenen 9er pfiff er Berntes Nachsetzer ab. Bernd hätte sich zu früh bewegt. Na ja, das eine Ehrentörchen hätte der Sache nicht geschadet, zudem die Pankower sehr nette Gastgeber waren, die in Erwartung ihrer eigenen Weihnachtsfeier auch etliche freundlich aufgelegte Fans in der Kurve hatten, die das 11:0 ihrer heimischen Helden ohne Häme begleiteten.

Nun, was hat der KSV in der Hinrunde im Allgemeinen und gestern Abend im Besonderen in den Abgründen des Altherren Fußballs gefunden?

DAS LACHEN UND DIE KAMERADSCHAFT, denn wer gestern nach Abpfiff die sieben Tapferen vom KSV in der Umkleide hätte sehen können, wäre nicht auf die Idee gekommen, dass dort eventuell sportlich resignierte Männer vor dem Scherbenhaufen ihrer Fußballkarriere sitzen.

In diesem Sinne, herzlich gelacht, weiter gemacht!

Bernte

……………………………………………………………………………………..

05.12.2021   Knappe Kiste. 1:2 gegen Victoria

Fangen wir von hinten an. Die Szene des Spiels ereignete sich NACH dem Spiel. Direkt nach Abpfiff eilte der baumlange Gästekeeper über den ganzen Platz um mit unserem Marco abzuklatschen und ihn mit sichtbarem Stolz auf einen Zunftgenossen vollmundig zu loben. Fehlte nur noch, dass er ihm die Torwarthandschuh küsste.

Und Recht hatte er, denn es waren Marcos Riesenparaden, die dem KSV bis in die letzten Sekunden des Spiels den Ausgleich in Griffweite hielten, was die jungen Kerle von Victoria sichtbar stresste.

So war die Großherzigkeit dieses Lobes wohl auch großer Erleichterung geschuldet. Erleichterung z.B. darüber, dass Willy gegen Ende der zweiten Hälfte mit einem wunderbaren Strich von der Srafraumkante nur den Pfosten traf. Das wäre das 2:2 gewesen und angesichts der Dynamik des Spiels, hätte die Waage sogar gänzlich zugunsten des KSV kippen können.

Victoria war kurz vor der Pause anscheinend beruhigend mit 2:0 in Führung gegangen. Wäre es dann weitergegangen wie beim Pokalspiel vor drei Wochen, hätten die Friedrichshainer nach Wiederanpfiff ein paar Buden draufgelegt und die KSV Ü 56 gemütlich untergepflügt.

Nicht aber mit dem KSV in seiner gestrigen Verfassung, vor allem nicht mit Marco. Die Halbzeit zwei geht mit 1:0 an den KSV und hätte Willy drei Zentimter mehr rechts gezielt und wären Berntes Abschlüsse nicht mit Streuung wie aus der Schrotflinte ums Tor herumgepfiffen, dann…

Na ja. Hätte, wenn und aber….

Kein HÄTTE allerdings bei Mike, der sich zunehmend zum verlässlichen Torschützen mausert. Noch am Montag hatte er mit einem satten Volleykracher in Minute 1′ die KSV 50er verzückt. Gestern wiederum sorgte er mit einem absolut souverän verwandelten 9er für den 1:2 Anschluss. Endlich sind Strafstoßtore beim KSV mal wieder kein Konjunktiv. Da hatte man ja in letzter Zeit so manches Kabinettstückchen von den nominellen Torjäger mitansehen müssen….

Fazit: Den vergleichsweise jugendlichen Tabellenzweiten aus der Stralauer Bucht in einen echten Fight zu zwingen, sollte uns allen Auftrieb verschaffen. Schön auch, dass der KSV die alte Tugend vom Kampf zum Spiel zu kommen, durchaus nicht vergessen hat. Also Wunden geleckt, Kopf hoch und mutig nach vorne.

Vamos KSV!!!

P.S.

Ach und siehe da: KSV erklimmt Platz 9 dank denkbar knapp besserem Torverhältnis. Wir sehen: Jeder Meter lohnt!

Tabelle unten

………………………….

30.11.2021  Apokalypse am Südstern

Die Saison 21/22 zeitigt beim Kleinen Sanitätsverein Johannisthal tragische Entwicklungen. Von Spieltag zu Spieltag mehr ist zu beobachten, wie sich verletzte KSV Kicker von ihren Kollegen vom  Platz tragen lassen. Die Liste der teils erheblich verletzten Körperteile geht allmählich Richtung unendlich: Fuß, Fuß, Achillessehne, Achillessehne, Achillessehne, Schulter, Knie, Ferse, Knöchel, Ferse… Gestern Abend kamen noch Knie, Ferse, Wade, Oberschenkel und Oberschenkel hinzu, was bewirkte, dass der KSV einen schwerversehrten Kollegen AUF das Feld tragen musste, um als Aushilfe für den Aushilfskeeper Notdienst im Tor zu verrichten.

Das Aushilfskeepergespann durfte sich leider Tore von höchstem parodistischem Wert einwerfen lassen. Um keinen Deut besser erging es ihren feldspielenden Leidensgenossen. Nach 30 leidlichst akzeptablen Minuten, humpelten sich die KSV Invaliden bis zum Abpfiff in eine historisch blamable Niederlage hinein und brachten  sich um den Anspruch aktuell Fußballer genannt werden zu dürfen.

Aus der einzigen Domäne, Gegner gegen Spielende in die Knie zu zwingen,  ist eine bemitleidenswerte Parodie geworden. Die bittere 3:5 Pleite gegen die Sportfreunde nach 3:0 Führung vom Anfang der Hinrunde wurde gestern jedenfalls durch einen Einbruch apokalyptischer Ausmaße getoppt.

Bitter, bitter, bitter! Quo vadis KSV?


25.11.2021   Wieder das Syndikat

Und wieder gibt es Verdachtsmomente gegen das schon mehrfache auffällig gewordene „Sauerlandsyndikat“, denn die Absage des Flutlichtspiels gegen Borussia Pankow wirft erhebliche Fragen auf.

Hintergrund: In dieser Saison weist zwar der gebürtige Sauerländer unter den Syndikatsbrüdern eklatante Abschlussprobleme auf, die beiden anderen jedoch sind so torfreudig wie eh und je unterwegs. Um jeden Preis wollen sie sich erneut mit Torjägerkanonen schmücken. Da würde es natürlich stören, wenn ein Ligaspiel versäumt wird, weil für die Brüder aus medizinischen Gründen  eine Wasser- zu Weinkur im spanischen Marbella anberaumt ist.

Nun wurde anfangs der Woche angeblich eine dunkle Gestalt in Pankow gesichtet, die sich darin versuchte, die Flutlichter der Borussia mit derben Tritten gegen die Masten auszutreten. Bilder von Überwachungskameras machen Sauerländers Bernte dringend tatverdächtig. Ein Syndikatsdelikt auf Druck seiner ehrenwerten Bruderschaft???? Kripo und Interpol ermitteln…

Wir berichten, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Fritze Flink

……………………………………………………………..

21.11.2021 Joho und ne Buddel voll Rum

Ein nächster Doppelspieltag ist bestritten. Vorgestern Abend lief die 50er auswärts gegen DJK SW Neukölln auf und gestern hatte eine nur geringfügig aufgehübschte 40er die Adlershofer ABC Schützen zu Gast.

Die Geschichten beider Begegnungen lassen sich kurz zusammenraffen:

40er und 50er zeigen sich je nur eine Halbzeit konkurrenzfähig, schlucken folglich jeweils 5 Dinger und verlieren, weil sie den Altersnachteil nicht kompensieren können und sich je einem überragend torgefährlichen Mann der Gegenseite beugen müssen. Zudem stockt die eigene Torproduktion, auch geschuldet einer nicht endend wollenden Verletztenmisere. Nur einer trifft regelmäßig. Willy, der auf diese Weise seinen eigenen Titelkampf um sämtliche Torjägerkanonen gestaltet, während das Kollektiv Titelkämpfe bei klarer Sicht bestenfalls noch durchs Fernglas beobachten kann.

Und so singt und schunkelt sich der einst ruhmvolle Kleine Sportverein Johannisthal 1980 e.V. bandagiert an allen Körperteilen durch den Spielbetrieb: „17 Mann auf des Toten Mann Kist, joho und ne Buddel voll Rum!“ In der Kiste liegt „sportlicher Erfolg“ begraben, denn die Zeiten, da es gelang ganze Ligen zu schrecken, scheinen längst versunken. Aber überhäufige Niederlagen hin oder seltene Sensationssieg her, stets kreisen danach die Krüge und feiernd wird allem Unbill des Sports und der Coronaseuche getrotzt.

Das mag traurig oder zotig klingen, ist bei näherem Hinsehen aber eher Anlass für Freude und Zufriedenheit. Wie das?

Wer genau beobachtet, wie der KSV sich in diese Saison hineingearbeitet hat, vor allem an den vorher so gefürchteten Doppelspieltagen, wird sehen, dass der physikalische Satz der Energieerhaltung sich im höchst dynamischen Vereinsleben der letzten Monat bewahrheitet. In einem wilden Wirbel an Trainings und Spieltagen, Jubiläumsveranstaltungen und Casinoevents, vernetzen sich auf erstaunlichste Weise alle Aktiven und Freunde des KSV auf allen gängigen Kommunikationswegen bei Tag und bei der Nacht, zwecks Verabredung zu neuen Taten oder Auswertung der  vollbrachten, wobei kaum noch zu unterscheiden ist, wer eigentlich heldenhafter tätig ist. Sind es die Aktiven auf dem Rasen oder die treue Schar der mitfiebernden Fans und der Kreis der stets engagierten Funktionäre?

Ist das nicht Vereinsleben im besten Sinne? Jedwede aufgewendete Energie, jedes Rennen auf dem Platz, jedes Telefonat, all die Mühen des Umherreisens, des Hin- und wieder Wegschleppens, des Streitens und Versöhnens, sich Ärgerns und Freuens, verwandelt sich wie in einem Perpetuum Mobile in neue positive Energie. Wärme entsteht durch Reibung und die Lust am „Weiter immer weiter“ scheint eher zuzunehmen als abzunehmen, allen Niederlagen und schmerzvollen Verletzungen zumTrotz.

Wohlan! Weit schweife der Blick, gemeinsam finden wir das Glück. Die Reihen geschlossen, freudig voran, Tore geschossen, wohlan, wohlan. Joho und ne Budel voll Rum!!!!

(Auch Limo oder das alkfreie Weizen, Wasser und Bier mögen sich hier bitte angesprochen fühlen)

Bernte

…………………………………………………………………………………………….

13.11.2021 Bemerkenswert #3

Wer nun mal reinhören will, wie es am Mittwoch im Kesselhaus klang, nämlich wunderbar. Bitte:

Nur für dich

Engerlinge und Shir-Ran

All together

 

……………………………………………………………………………………………………………

13.11.2021  Bemerkenswert #2

Spielergebnisse: 4:4, 3:4, 1:11, 7:5, 1:13, 6:5, 1:8

Torverhältnis:  23:50  Tore gesamt: 73

Tore pro Spiel: 10,43  Alle 5:45 Minuten fällt ein Tor.

Bemerkenswerte Daten einer wilden Achterbahnfahrt der KSV 40er durch Liga und Pokal, die gestern Abend eine schwindelerregende Fortsetzung fand.

Der KSV gastiert mit seiner ‚Jugendvertretung‘ auf dem Rummel in der Nähe der ähnlich benannten Bucht, verliert aber leider im Fahrtverlauf etwas die Orientierung.  Gegen die jungschen Kerle von Victoria Friedrichshain sieht es nach dem frühen Ausgleich durch Rene bis zur 23′ Minuten noch ganz ordentlich aus. Hinten hält Mike mit aller Kraft die Bremsen, damit der Achterbahnzug nicht zu sehr ins Schlingern gerät und vorne gab es nach einer schönen Kombination für Möchtegern Messi Bernd sogar die Möglichkeit zur Führung in der 15′ Minute. Berntes Drehschuss hält der Victoriakeeper „jedoch überragend“ (O-Ton Willy).

Gegen Ende der ersten Hälfte wird es Aushilfsverteidiger Glenni angesichts der flotten Fahrt allerdings schwindelig und er legt mustergültig im eigenen Strafraum auf. Passiert!

Blöd allerdings, dass es danach mit Schuss hinab und durch ein paar atemberaubende Kurven und Loopings geht. So wundert es nicht, dass wohl auch dem Ball etwas schwummerig wird. Bei einem abgefälschten Schuss anfangs der zweiten Hälfte fällt das Runde einmal auf die Latte und taumelt dann zurück vors Tor, wo der baumlange Victoriastürmer nur noch stehenbleiben muss, um einzunicken. Ein paar Minuten später will der Ball nach Pfostenschuss zurück ins Spielfeld, verirrt sich dann aber auf Marcos Rücken und von dort ungewollt ins Tor. Glück für Victoria.

Ähnliches Spielglück hat der KSV diesmal nicht. Nach vergebener Topchance von Willy kann Bernte zum vermeindlichen 2:5 Anschlusstreffer nachstochern, aber im Nachfassen hält der Keeper den schon halb hinter der Linie befindlichen Ball. Tja, Justus mit Pieke hätte den verbindlicher in die Maschen geschweißt.

Nicht verwunderlich also das Fazit der Fachleute in der KSV Kurve. Die hatten schon vorher geunkt, dass ohne Pierre, Laszlo, Justus und Glenn in der Startelf schlicht und ergreifend 250 Jahre Reife und Cleverness fehlen, um in komplizierten Spielen den Überblick zu behalten. Sie werden wohl Recht haben!

P.S.

Die eigentliche Sensation dieser Saison ist aber nicht das nicht endend wollende Torefestival der 40er. Lob und Aufmerksamkeit sollte vielmehr den Ultras um Allesfahrer Chicago gelten. Auch gestern wieder hielt eine treue Fan- und Funktionärsgruppe, bestehend aus Tino, Andi, Chicago und Justus munter die KSV Fähnchen in den nächtlichen Spreewind. Später in der Nacht wurden dann noch ganz andere Fahnen registiert, denn neben dem obligatorischen Kistchen vom kühlen Blonden hat Andi gestern noch ein Fäßchen feinstem Buds in die Kabine gestellt. Fein, fein. Weiter so!

Mess(i)anger Bernte, Ordensritter der vergebensten Topchancen

P.P.S.

Siehe da. Bei Durchsicht der gestrigen Pokalergebnisse fällt auf, dass die Jungs von Traber, von denen wir 13 Dinger bekamen, im Vorbeigehen auch den Verbandsligisten von FC Brandenburg (übrigens Berliner Pokalsieger 2018 und auch in Berlins Topliga mit 5 Siegen in 6 Spielen bestens unterwegs) mit 9:3 verdroschen haben. Das relativiert doch einiges.