Kultur

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Unser kleines Vereinscasino, soll noch mehr als bisher zur Spielstätte für Veranstaltungen werden und da darf es gerne auch mal kulturell etwas feiner hergehen.  In Planung sind Veranstaltungen verschiedener Art, die sich jedoch folgenden Maximen verpflichtet fühlen: Die Freiheit der Meinung, der Spaß an der Debatte und der Genuss an guten Dingen für Ohr, Auge und Zunge sollen immer im Vordergrund stehen.

Den Anfang machte Elmar mit seiner Buchvorstellung. Im Januar dann hörten wir Gunnar Leue über seine mehr als exotische Fußballreise nach Nordkorea. Im Gespräch sind nun Abende mit Karsten Heine und Heiz Buschkowski…

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13.01.2018. Gunnars investigativ, fröhlicher Abend

Pjöngjang Calling

Was hat moderne Philatelie mit Kahn, Zidane und Maradonna zu tun? Was hält Chicago von weiblicher Einheitsbekleidung in Pjönjang und was haben 1. Liga, das größte Stadion der Welt und 150 gelangweilte Zuschauer gemeinsam? Wo teilen sich High Heels an handverlesenen Models, Gucci Tüten an Nomenklatura, stylische Fluggastzellen in alten Tupolews, sowie die gefährlichste Fluggesellschaft der Welt und ebenso gefährlich geführte Teewagen den Luftraum? Welche Schlagzeugerin dieser Welt könnte Elmar am ehesten einen vierten Frühling und zugleich gut gefüllte Konzertkassen bescheren? Gibt es eine Renaissance der Militärmusik und wie sieht öffentliche Volksmotivation in Nordkoreas frühen Morgenstunden aus? Vertragen sich der Kim-Il-Sungismus die dhl, Wiener Kaffeehäuser und Filterkaffee per extra cash und was tanzt der Nachwuchskicker in Nordkorea zur Erwärmung, nach Videostudium welches legendären DFB Pokalspiels mit Beteiligung des VFL Bochum ?

Solcherlei weltbewegende Fragen fanden gestern Abend ihre Antwort, denn Gunnar Leue stand fröhlich gelaunt Rede und Antwort. Schöne Bildstrecken und flotte Filmszenen untermalten einen sehr gelungenen Vortrag über ein Land der Superlative und dennoch extrem begrenzten Möglichkeiten.

Wir labeln Gunnars Abend als Ergebnis von „finest investigative journalism, made in germany!“. Zu bedauern, wer sich das hat entgehen lassen.

Bernd

27.10.2017. Elmar ‚Harry Rowohlt‘

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Minuten vor der Lesung von „Darf’s ein bisschen mehr sein? Aus dem Leben eines Dicken.“ Elmar, im schnieken Jackett mit piekfeinem Einstecktuch , Verdienstorden am Revers und glänzend aufgelegt.

Anfänglich zitterte selbst unserem sonst so stimmgewaltigen Präsident ein wenig die Stimme, dann las Elmar aber mit gewohntem Humor und einer Überzeugungskraft, die derjenigen von Leselegende Harry Rowohlt (Gott hab ihn selig) kaum nachstand . Die gut dreizig Gäste lauschten jeweils gespannt und unterbrachen allenfalls mit spontanem Applaus.
Hat Laune gemacht und davon darf es wirklich gerne mehr sein. Ob es denn schlussendlich Stockholm wird, sei mal dahingestellt, aber Elmars ebenso launige wie berührende Biographie hat Lust auf eine Fortsetzung gemacht.  Dass er um Geschichten nie verlegen ist, sie zudem auch live erlebt, wissen alle die ihn kennen und so warten wir gespannt auf nachfolgende Ruhmesblätter.
Das vorgestellte Buch liegt übrigens ab Januar beim Buchhandel aus und wird hoffentlich die Charts rocken.
Dankbarer Zuhörer Bernd

Klappentext

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