KSV Aktuell

14 Mai, 09:10, by Bernd

„Regional, subjektiv, saisonal”,  best soccer entertainment in town


14.05.2021. Oh, wie ist das schön…

Ich bin weit davon entfernt, den als Traditionsverein hochgejazzten BVB per se dem so geschmähten Dosenclub vorzuziehen. Dennoch bewegt der Pokalsieg der „Lüdenscheider“ mein sentimentales Fußballerherz. Schön zu sehen, wie ein Lukasz Piszczek, der einst von meiner Hertha auszog, um der Fußballwelt das Fürchten zu lehren, vor Tränen vergeht. Oder wie der ewig unvollendete Reus, sich im dritten Frühling zum Chef der BVB Jugendtruppe aufschwingt, damit doch noch mal etwas Blechernes durch seine Hände wandert.

Das passt so schön, zu den Fußballereignissen der letzten Tage. Wer die jüngsten Ergebnisse verfolgt hat, wird gesehen haben,

dass Dardais Pal entgegen seines Malocherimages wohl doch ein Magier seines Sports ist

dass Horst Hrubesch trotz reichlich zugelegter Pfunde mit seinem HSV plötzlich auf Wasser laufen kann

dass Kloppo doch noch rocken kann, denn zeitgleich zum Pokalsieg seines BVB, gewinnen seine Reds mit 4:2 ausgerechnet im Old Trafford von Manchester

und dass Edeloldie Fin Bartels, Elferheld im Pokal gegen die Bayern, bei seinen Sensationskielern den siebten Frühling erlebt.

Was wünsche ich mir jetzt? Dortmund gewinnt auch gegen Mainz, Hertha verliert nicht gegen Köln, HSV macht die Relegation klar, Liverpool gewinnt wieder alles und Kiel wird Zweitligameister. Träumen ist erlaubt.

So träume ich nun auch offiziell vom Trainingsbeginn spätestens im Juli und einem KSV Sommerturnier im August. Herr hilf!!!

Bernd

 

P.S.

Ein letzter Wunsch: Sollten BVB und Liverpool die Champions League verpassen, so wünsche ich mir für Mai 2022 ein Euroleague-Finale der beiden  im Olympiastadion. Endstand vor vollem Haus: 8:7 für Dortmund, Siegtorschütze in der 123′ Minute, Mats Hummels per Hinterkopf nach Flanke von Marco Reus. Damit dürfte dann auch Klopp glücklich sein.

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13.05.2021. 

bvb

Der Pott geht nach Nordrhein-Westfalen und der Trainer ist gebürtiger Sauerländer. Was soll ich mehr sagen…

edin

 

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09.05.2021. Ein Ehrentag

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Heute ist Muttertag, der laut Wikipedia auf die amerikanische Methodistin und Frauenrechtsaktivistin  Anna Marie Jarvis zurückgeht. Anfang der 30 Jahre wurde der Feiertag in Deutschland sinnigerweise vom Verband Deutscher Blumengeschäfteinhaber etabliert. Ziehen wir mal die Irrungen der NS Zeit ab, welche den Feiertag als Lobestag für Mütter einer Heerschar blauäugig, blonder Wehrmächtiger missbrauchte, so dürfen wir heute wohlgemut unseren Mamas Danke sagen. Danke dafür, dass sie uns ermöglicht haben nun schon seit Jahrzehnten mit kindlicher Freude einem Ball hinterherzujagen, sehen wir mal die unseligen spielfreien Monate der jüngsten Vergangenheit ab. Wir hoffen und beten, dass sich das nun bald ändern wird. Ich zumindest träume des Nachts zunehmend vom Fußball, entweder schweißgebadet von einem elendigen 0:1 meiner Hertha gegen Bielefeld oder Köln oder euphorisch von wunderbar geschossenen Toren zu triumphalen Siegen meines geliebten KSV.

Apropos Feiertag und triumphale Siege. Heute hat übrigens Barthels Micha Geburtstag, der im Fußball mal ein ganz Großer (war). Wie ich darauf komme? Na seht selbst. Als überragender 6er und verkappter Spielmacher führt er seine Treptower im Jahre 2010 zum Sieg beim Sommerturnier auf unserem Käthe-Tucholla Platz .

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Ein bisher geheim gehaltenes Fotodokument aus dem August 2010. Die Treptower Bande nach der Siegerraupe. Micha mit obligatorisch sonnenverbrannter Glatze steuerte zusammen mit Calle sein Team

Waren das Zeiten. Werden wir den jungen Mann denn nochmal als Aktiven auf dem Fußballfeld erleben?

Herzlichen Glückwunsch Micha wünscht der Bernd im Namen des KSV

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29.04.2021. KSV 3.1 Komma 5

Die Geduldigen unter euch Lesenden werden sich im Laufe der letzten Jahre den langen Text aus der Rubrik KSV 3.1 zu Gemüte geführt haben. Erinnert euch, wie es dort gleich in den ersten Zeilen heißt „(Über)lebenskunst im Berliner Amateurfußball“.  Was es 2017 zu bedenken galt, hat wohl heute umso mehr Dringlichkeit. Wir fragen uns also, wie der Kleine Fußballverein Johannisthal Fortbestand haben wird, nachdem ihm mehr als ein Jahr lang und ohne definiertes Ende die Sportplätze gesperrt blieben, auf denen er nun schon seit Dekaden seine Existenz bewiesen hat.

Er wird Fortbestand haben. Dessen dürfen wir uns wohl sicher sein, denn der KSV hat schon immer viel mehr in sich beherbergt als 22 Männer, bzw. 14 Männer und ein Ball.

Dennoch ist Fußball unser Kerngeschäft und so können wir nicht unbeachtet lassen, dass Corona eine Menge Wasser die Spree und Havel hat hinunterfließen lassen, derweilen unsere nicht mehr ganz taufrischen Muskeln, Sehnen und Bänder nicht der sonst wöchentlich praktizierten Ertüchtigung ausgesetzt waren. So werden möglicherweise auch die ohnehin nicht idealtypischen Körperfettwerte neue Höhenlagen erreicht haben. Wen wird es also schon jetzt sportlich in die ewigen Jagdgründe getrieben haben?

Vergessen wir auch nicht, dass Covid-19 die Atmosphäre unser aller Zusammenleben mit geistig emotionalen Zündstoff angereichert hat, dessen Sprengkraft für mehr als ein kleines Vereinscasino samt seiner Besuchenden reichen könnte. Wo befindet sich gerade jeder von uns zwischen Christian Drosten und Attila Hildmann, Merkel und Bolzonaro?

Derweilen diese Fragen uns erst die Zukunft beantworten wird, ist der KSV im Schwebezustand irgendwo jenseits seiner erfolgreichen 3.1 Version, die immerhin die Power für  Ü40/Ü50 samt Aufstieg, sowie reichlich Turnier- und Kulturbetrieb hatte.

KSV 3.1 Komma 5, wie wird deine Version 3.2 sein, wenn die Bälle auf dem Platz und die Fässer im Casino wieder rollen können???

Verbleiben wir mit Elmars frommen Lieblingsspruch: „Wo der Herr eine Tür schließt, macht er woanders ein Fenster auf. Amen, so soll es sein und noch dieses Jahr im Bruno-Bürgel-Weg!!!!!

Euer Bernd


16.04.2021. Rosemarie

Gestern hat Elmars Mutter ihre Lebensreise beendet. Zu früh, so denken sicher alle, die ihren unerschöpflichen Lebensmut kannten aber von Gott offenbar geliebt, denn sie saß heimisch im Sessel, ganz in Ruhe und beim Knabbern ihrer Lieblingscracker.

Frau Werner

Rosemarie,

tapfere unter allen Müttern (musstest du sein, bei den urgewaltigen Kindern, denen du das Leben geschenkt hast), eine der besten Kiezbücherfrauen, die Berlin Ost je gesehen hat, pfiffige Eigensinnige gegen das ehemalige DDR Einheitsgrau und treue Waschmamsel unseres Vereins. Wir denken an dich und haben dich auf immer im Herzen.

Deine KSV Familie

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12.04.2021. Ein Buch geht um die Welt

Und wenn wir schon mal so schön down under sind…

Buch Down Under

Folgende Grüße an Elmar begleiteten diese pittoreske Impression vom anderen Ende der Welt:

Lieber Elmar,

Die Chronik des KSV hat es nun endlich auch nach Down Under geschafft.

Eine großartige Lektüre die mir sehr viel Freude beim Lesen bereitet hat und noch bereitet (bin noch nicht ganz durch). Musste oft schmunzeln und teilweise spontan laut lachen.

Eure Bad Berka Reisen müssen ja der Hammer gewesen sein! Oder die Erlebnisse mit der Stasi. Herrlich!

Es hat sogar ein Foto mit den Brisbane Roar Schal ein Platz im Buch gefunden.  Weltklasse!

Anbei ein Schnappschuss unter der australischen Sonne mit bester Lektüre und (einigermaßen genießbarem) australischen Bier.

Ich hoffe dieser ganze Corona Mist ist bald vorbei und ich kann euch und dem Casino wieder mal einen lang überfälligen Besuch abstatten.

Alles Liebe,

Björn